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Josh Kerr über den neuen Weltrekord über die Meile

Vor 60.000 Zuschauern im London Stadium brach Josh Kerr mit einer atemberaubenden Zeit von 3:42,66 Minuten über die Meile einen 27 Jahre alten Weltrekord. Hier ist die Geschichte hinter seiner Leistung.

Verfasst von Anya | Runna Athlete

Diese Woche hat sich Izzy im „The Runna Podcast“ nur zwei Tage nach dem unglaublichen Rennen mit Josh zusammengesetzt, um darüber zu sprechen, was tatsächlich passiert ist. Die mentale Einstellung, das Training und die Geschichte hinter einem der größten Momente in der Geschichte der britischen Leichtathletik.

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Wie hat Josh Kerr den Weltrekord gebrochen?

Josh hatte schon seit Wochen allen erzählt, in welcher Form er sei. Wie er selbst sagt, fühlte sich der Morgen des Rennens „fast wie ein Weihnachtsmorgen“ an. Er wusste bereits genau, was auf ihn zukommen würde.

„Ich wusste genau, was unter dem Baum verpackt war. „Ich musste einfach nach unten gehen und es öffnen.“

Das Schwierige war nicht die körperliche Fitness. Er wollte sicherstellen, dass sein Geist und sein Körper bereit waren, ein Ziel zu erreichen, über das er bereits öffentlich gesprochen hatte – vor den Augen aller.

Die Denkweise hinter dem Weltrekord über die Meile

Fragen Sie irgendeinen Läufer nach der Nervosität am Wettkampftag, und Joshs Antwort könnte Sie überraschen: Das Ziel ist es nicht, die Zweifel loszuwerden. Es geht darum, es hereinzulassen. In Zusammenarbeit mit einem Leistungscoach trainierte Josh sich darin, jede Emotion, die während des Rennens aufkam – einschließlich Zweifeln –, als etwas zu betrachten, das er willkommen heißen sollte, anstatt dagegen anzukämpfen.

„Als mich Zweifel überkamen, dachte ich mir: Ich verstehe, warum du gerade an dir selbst zweifelst.“ „Das sind jedoch die Gründe, warum wir im Moment nicht an uns zweifeln.“

Es ist eine Änderung der Denkweise, die für einen ersten 5-km-Lauf genauso gilt wie für einen Weltrekord über die Meile: Unterdrücke die Zweifel nicht, sondern setze dich mit ihnen auseinander.

Was bewirken die Wave-Lichter eigentlich?

Wenn Sie das Rennen verfolgt haben, haben Sie sicher eine Reihe von Lichtern gesehen, die sich auf der Innenseite der Rennstrecke bewegten. Josh erklärt, dass die Wellenanzeigen das Tempo in Echtzeit anzeigen, sowohl für die Tempomacher als auch für den Läufer, der den Rekord jagt. Die Beleuchtung musste auf der Zielgeraden sogar absichtlich gedimmt werden, damit das Publikum sehen konnte, wie er sich vom Rekordtempo „abhebt“, anstatt es Schritt für Schritt mitzuhalten.

Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen seit dem Rennen, und Josh erklärt genau, wie die Technologie funktioniert.

Warum er die Meile dem 1500-Meter-Lauf vorzog

Josh läuft seit Jahren die 1500 m auf Weltklasseniveau – warum strebt er dann stattdessen den Meilenrekord an? Die Antwort hängt letztlich von der Barrierefreiheit ab. Die 1500 m sind eine Distanz, die die meisten Gelegenheitsfans nicht intuitiv nachvollziehen können. Die Meile hingegen ist eine Distanz, die fast jeder schon einmal gelaufen ist – in der Schule, auf dem Laufband oder auf der Uhr.

„Wenn ich dir sagen würde, du sollst eine Meile laufen, würde deine Uhr das für dich übernehmen. „Wenn ich dir sage, du sollst 1500 laufen, würdest du fragen: ‚Wie weit ist das denn?‘“

Josh wollte, dass die Leute das Ausmaß seines Vorhabens wirklich verstehen – nicht nur die Fans der Rennserie, sondern alle, die zuschauten.

Warum er das Ziel verkündete, bevor er es erreicht hatte

Bereits im März hatte Josh öffentlich erklärt, er wolle den Weltrekord brechen – Monate, bevor er dies tatsächlich geschafft hatte.

Das war eine bewusste Entscheidung. Der Leichtathletik, so sagt er, mangelt es oft an der Art von automatischer Medienaufmerksamkeit, die andere Sportarten genießen, da sich Athleten selten im Voraus öffentlich zu einem Ziel bekennen. Josh wollte das ändern – sowohl für den Sport als auch, um sich selbst mehr in die Pflicht zu nehmen.

„Ich weiß, dass ich mich in Weltklasseform bringen kann.“ „Und ich weiß, wenn ich mir schon ein Datum im Kalender markiert habe … warum sollte ich es nicht versuchen?“

Das Comeback: Die Rückkehr nach einer Verletzung in Tokio

Hinter diesem Rekord verbirgt sich ein Rückschlag, von dem die meisten Menschen nichts wissen. Bei den Weltmeisterschaften in Tokio zog sich Josh im Halbfinale eine Wadenverletzung zu und bestritt das Finale trotz dieser Verletzung. Das Ergebnis war, wie er selbst sagte, „eine Katastrophe“.

Anstatt sich davon definieren zu lassen, setzte sich Josh zwei neue Ziele: im März den Hallen-Weltmeistertitel zu gewinnen und im Juli auf heimischem Boden den Weltrekord über die Meile zu brechen.

„Dein Rückschlag wird erst durch dein Comeback definiert.“

Tipps für alle, die ein großes Ziel verfolgen

Auf die Frage, was er jemandem sagen würde, der sein eigenes „unmögliches“ Ziel verfolgt, ging es in Joshs Antwort nicht um Trainingspläne, sondern um die richtige Einstellung.

„Wenn man ein Ziel hat, das für andere schwer zu begreifen ist … muss man manchmal einfach ein bisschen aus dem Kopf herauskommen und im Körper bleiben.“ Sein Rat: Sei ehrlich zu dir selbst, gib dein Bestes und lass dir von niemandem vorschreiben, wozu du fähig bist.

„Lass dir von niemandem einreden, dass du das nicht schaffst.“

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