Es gibt nichts Frustrierenderes, als in der Mitte eines Trainingslaufs oder eines Rennens zu stehen, sich gut und konstant zu fühlen und dann sagt dir deine Uhr, dass du schneller werden sollst. GPS-Probleme können auf tote Punkte aufgrund von dichten Bäumen oder hohen Gebäuden oder auf veraltete Kartendaten zurückzuführen sein. Wenn du regelmäßig in der gleichen Gegend läufst, kannst du vielleicht erkennen, wenn deine Pace-Daten nicht stimmen, weil das GPS nicht richtig empfangen wird.
Tipp: Canary Wharf entlang der Strecke des London Marathons ist ein Gebiet, in dem dein GPS nicht richtig funktionieren wird.
Wenn du dich auf deine Uhr verlässt, um dein Tempo unter Kontrolle zu halten, kann das unangenehm sein. Hier sind einige Tipps, was du tun kannst, wenn sich dein Tempo plötzlich ändert, du aber nicht das Gefühl hast, dass sich deine Anstrengung oder dein Tempo geändert haben:
Vertraue auf dein Urteilsvermögen über das Tempo
Das Training macht dich nicht nur fit für den Renntag, sondern hilft dir auch, dein Tempo zu üben. Es ist wichtig, zu lernen, wie sich verschiedene Geschwindigkeiten anfühlen, damit du dich am Renntag nicht nur auf deine GPS-Uhr verlassen musst. Wenn du bei deinen Trainingsläufen ein bestimmtes Tempo gefunden hast, solltest du üben, deine Beobachtungen zu ignorieren und nach Gefühl zu laufen. Am Anfang wird es sich seltsam und schwierig anfühlen, aber mit der Zeit wirst du in der Lage sein, deiner Einschätzung des Tempos zu vertrauen und weniger darauf angewiesen zu sein, alle paar hundert Meter auf deine Uhr zu schauen.
Schreibe deine Splits auf
Anhand deines Zieltempos weißt du, welche 1-km- oder 1-Meile-Splits du laufen möchtest. Wenn du zum Beispiel einen Halbmarathon in 1h 30min anstrebst, brauchst du für jeden Kilometer 4:16. Es lohnt sich auch, deine 5km-Splits zu notieren. Für einen Halbmarathon von 1h 30min wäre das:
5k = 21:20
10k = 42:40
15k = 1:04:00
20k = 1:25:20
Notiere sie auf deiner Hand oder deinem Arm und überprüfe bei jeder 5 km-Marke deine Gesamtzeit, um zu sehen, ob du auf Kurs bist. Das ist zuverlässiger als dein Rundensplit und gibt dir die Gewissheit, dass du dein Tempo gut einhältst oder ob du schneller werden musst, um zusätzliche Sekunden zu gewinnen!
Verwende die Funktion "Rundengeschwindigkeitsdurchschnitt"
Wenn wir nach Tempo laufen, laufen wir nach dem Lebenstempo. Das ist das Tempo, von dem unsere Uhr denkt, dass wir jede Sekunde laufen (das kann von Hersteller zu Hersteller variieren) "Hol das Beste aus deiner Smartwatch heraus". Eine weitere Option ist die Einstellung "Durchschnittliche Rundengeschwindigkeit", die dir die durchschnittliche Geschwindigkeit für jede Runde anzeigt. Diese Einstellung ist genauer, da sie deine gesamte Rundengeschwindigkeit misst und sich nicht auf das Live-GPS verlässt.
Eine Smartwatch kann uns zwar dabei helfen, unser Lauftempo auf das Ziel hin auszurichten, aber es ist besser, sich nicht zu sehr darauf zu verlassen und das Tempo zu üben, indem du lernst, wie sich verschiedene Anstrengungen anfühlen. Das kannst du während deines gesamten Trainings bei deinen Intervalltrainings, Tempoeinheiten und langen Läufen machen. Eine Kombination aus der Uhr und deinem eigenen Urteilsvermögen wird dir helfen, dein Ziel reibungsloser zu erreichen!
